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Einsätze in 2020: 108
Prognose für 2020: 118

Fortbildung Wasserförderzüge in Winterberg

Von Dienstag bis Donnerstag (14.07.2020-16.07.2020) nahmen zwei Kameraden der FF-Burgaltendorf an einer Fortbildung im Hochsauerlandkreis teil. Geübt wurde die Wasserförderung mit mehreren Hytrans-Fire-Systemen (HFS). Die Herausforderung bei diesem Szenario bestand darin, Wasser aus einem Wasserspeicher auf den Kahlen Asten zu fördern. Hierzu musste ein Höhenunterschied von 260m und eine Strecke von ca. 4,8 km überwunden werden. Zum Einsatz kamen das HFS aus Essen, das des Hochsauerlandkreises und das aus Paderborn. Diese wurden in Reihe geschaltet, sodass Druckverluste ausgeglichen werden konnten, die durch den Höhenunterschied und durch Reibung in den Schläuchen entstehen. An der Wasserabgabestelle kamen schließlich stattliche 2500 Liter pro Minute bei 5 bar an. Zum Vergleich: Nachdem in den wenigen Minuten der Wasserabgabe vielleicht 5000-10000 Liter abgegeben wurden, waren zum Befüllen der Schlauchleitung ca. 88000 Liter Wasser nötig.

Nach dem Abbau, der mehrere Stunden in Anspruch nahm, sowie am dritten Tag trafen sich die Kameraden zur Nachbesprechung. Hier wurden Optimierungsmöglichkeiten erörtert, die bei zukünftigen Einsätzen helfen werden, schnell und effizient Hilfe zu leisten.

Die Mitglieder der Wasserförderzüge aus NRW treffen sich jedes zweite Jahr, um Erfahrungen auszutauschen und zur Übung. Die Hytrans-Fire-Systeme kommen bei Großschadenslagen, wie Waldbränden, Hochwasserlagen oder Bränden von Industrieanlagen zum Einsatz.

FW-E: Wohnungsbrand in Holthausen - eine Person von der Feuerwehr gerettet

Essen-Holthausen, Schaffelhofer Weg, 28.06.2020, 11:22 Uhr (ots)

Am späten Sonntagvormittag wurde die Feuerwehr Essen zu einem Wohnungsbrand im Schaffelhofer Weg in Holthausen alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte war eine starke Rauchentwicklung aus dem siebengeschossigen Gebäude zu erkennen und nach Auskunft von Nachbarn wurde der etwa neunzigjährige Bewohner der Brandwohnung im 4. OG noch vermisst. Daraufhin wurden sofort zwei Trupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude geschickt sowie eine Drehleiter auf der Rückseite in Stellung gebracht. Nach kurzer Suche wurde der gehbehinderte Mann in seinem Rollstuhl sitzend in der Wohnung gefunden und von Trupps der Freiwilligen und Berufsfeuerwehr ins Freie getragen und dem Rettungsdienst übergeben. Das eigentliche Feuer in einer Küchenzeile konnte daraufhin schnell gelöscht werden. Um eine Rauchausbreitung aus der Brandwohnung in das Gebäude zu minimieren, wurde ein mobiler Rauchschutzvorhang in die Wohnungseingangstür gehängt. Weitere Einsatzkräfte nahmen einen Hochleistungslüfter vor, um den Rauch aus der Brandwohnung herauszudrücken. Das restliche Gebäude wurde von Trupps kontrolliert, alle anderen Bewohner hatten es aber selbstständig verlassen oder konnten in ihren Wohnungen verbleiben. Nach den Lüftungsmaßnahmen konnten die restlichen Wohnungen des Gebäudes freigemessen und den Bewohnern übergeben werden. Die Feuerwehr Essen war mit Einsatzkräften der Wachen Burgaltendorf, Kupferdreh, Steele, Rüttenscheid, Kray und Mitte sowie mit der Freiwilligen Feuerwehr Burgaltendorf im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (SK)

 

FW-E: Boot gekentert - Zwei verletzte Personen

Burgaltendorf, Horster Schleuse, 31.05.2020, 14:13 Uhr (ots)

Ein jähes Ende nahm eine Kanutour von zwei jungen Männern am Nachmittag des Pfingstsonntages. Beim Befahren der Bootsrutsche an der Horster Schleuse kenterte ihr Boot und beide Männer wurden verletzt. Beim Eintreffen der ersten Kräfte befanden sich alle bereits auf dem Trockenen und konnten vom Rettungsdienst erstversorgt werden. Der Transport zu den am Leinpfad wartenden Rettungswagen gestaltete sich jedoch etwas schwierig, da die Verletzten über ein schmales Schleusentor hätten transportiert werden müssen. So entschied man sich dazu, ein Boot ins Oberwasser der Schleuse zu verlegen und die Patienten damit ans dort flachere Ruhrufer zu verbringen. Ein Mann wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht, ein weiterer Mann konnte aufgrund seiner nur oberflächlichen Verletzungen eigenständig einen Arzt aufsuchen. Die Anfahrt der Rettungskräfte gestaltete sich auf dem Leinpfad entlang der Ruhr als schwierig, da viele Fahrradfahrer bei dem schönen Wetter unterwegs waren und z.T. nur sehr unwillig Platz machten. Im Einsatz waren Kräfte der Freiwilligen und Berufsfeuerwehr Essen sowie von der DLRG Essen und Bochum. Bei den Rettungsarbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht. (SK)

Einsatz Niederkrüchten

Nun heißt es auch für uns: Einsatzende!

Um 21.00 Uhr sind alle Kameradinnen und Kameraden wieder auf der Wache angekommen.
Ein kräftezehrender und langandauernder Einsatz geht für unsere Einheit zu Ende.

Hier ein paar Zahlen, Daten, Fakten:

Alarmierung: Montag, 20.04.2020 um 21.56 Uhr
Einsatzende: Samstag, 25.04.2020 um 21.00 Uhr
Gesamteinsatzdauer: 118 Stunden
Geleistete Mannstunden: 1029 Stunden
Geförderte Wassermenge: 15.000.000 Liter
Personal im Einsatz: 1600 deutsche Feuerwehrleute

Wir möchten uns bei den anderen HFS-Einheiten für die tolle Zusammenarbeit bedanken. Wir konnten uns viel
austauschen, neue Kontakte knüpfen und gegenseitig unter die Arme greifen.
Die Verpflegung und Logistik vor Ort wurde super organisiert.

Ein Danke geht auch an unsere Frauen, Familien und auch an unsere Arbeitgeber, die uns bei diesem Einsatz unterstützt haben.