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13.11.2018 00:52
Gasausströmung
12.11.2018 09:01
Brandmelder
03.11.2018 15:59
Kellerbrand
03.11.2018 12:39
Verdächtiger Geruch (Brandgeruch, Gasgeruch, etc.)
01.11.2018 17:49
Technische Hilfe
Einsätze in 2018: 131
Prognose für 2018: 136

Dachstuhlbrand

Am Abend des 31.Januar 2007 zerstörte ein Feuer das Dachgeschoß eines Mehrfamilienhauses in der Worringstraße. Die Kraft des Feuers war so immens, daß nur mit massivem Wassereinsatz ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile und das Nachbarhaus verhindert werden konnte.

Der Dachstuhl des Hauses nach der Durchzündung.
(Foto:Feuerwehr Essen,Pressestelle)

Gegen 20:30 Uhr alarmierte uns die Leitstelle zu dem vermeintlichen Zimmerbrand. Beim Eintreffen der ersten Kräfte hatte sich der Raum, in dem sich der Brand entwickelte hatte, bereits so sehr aufgeheizt, daß eine nicht mehr abwendbare Durchzündung unmittelbar bevorstand. Dabei schlugen die Flammen über das Dach hinaus und setzten so den Dachstuhl in Brand. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr, die mit zwei Löschzügen am Einsatzort eintraf, wurden mehrere Trupps mit C-Rohren im Innenangriff, eine Drehleiter und ein B-Rohr von der Gebäuderückseite vorgenommen. Die Bewohner aller Wohnungen des Hauses wurden evakuiert und fanden bei Nachbarn Unterkunft. Zwei ältere Hausbewohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Zwei weitere Personen wurden für die Zeit des Einsatzes betreut, waren aber nicht verletzt. Ein Meerschweinchen und später auch eine Katze wurden unversehrt in zwei der Wohnungen entdeckt und ihren Besitzern übergeben.

Brandbekämpfung über die Drehleiter.
(Foto:Feuerwehr Essen,Pressestelle)

Durch den großen Wasserbedarf kam es zeitweise zu Engpässen in der Löschwasserversorgung. Gegen Mitternacht war das Feuer soweit in Gewalt und niedergekämpft, daß man die Zahl von ca. 70 Einsatzkräften reduziert werden konnte. Das Haus wurde stromlos geschaltet, da es in der Unterverteilung durch das Löschwasser zu Kurzschlüssen und Funkenbildung kam. Gegen 1 Uhr wurde die Einsatzstelle an die Kriminalpolizei übergeben. Insgesamt wurden bei dem Brand ein Wenderohr über Drehleiter, ein B-Rohr und drei C-Rohre eingesetzt. Während der gesamten Einsatzdauer mußten die Einsatztrupps unter Atemschutz ständig ausgetauscht werden, so daß ca. 50 Atemschutzgeräte eingesetzt wurden. Die genaue Ursache und Schadenhöhe ist noch unbekannt. Laut Polizeiangaben könnte ein technischer Defekt eines TV-Geräts den Brand verursacht haben.