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Einsätze in 2020: 93
Prognose für 2020: 125

Unwetter sorgt für unruhigen Sonntag abend

Während einer Ölspur am vergangenen Sonntag nachmittag, 22. Juni 2008, orakelte man darüber, ob es in unserer Region noch zu den bereits freitags vorhergesagten Gewittern kommen würde. Zwar war der Himmel stark bewölkt und auch die Luft sorgte für eine erdrückende Wärme, aber dem Regenradar einiger Wetterdienste nach waren bereits Gewitterwolken über Essen hinweggezogen, ohne die Schleusen zu öffnen. Etwa eine Stunde später wurde der gesamte Essener Süden dann doch wie vorhergesagt vom Unwetter heimgesucht: starke Windböen, große Regenmengen und kurzzeitig sogar Hagel sorgten dafür, daß binnen kurzer Zeit zahlreiche Notrufe bei der Feuerwehr eingingen.

Gegen 18 Uhr kam auch unser erster Unwetter-Einsatz im Laufe dieses Abends: ein umgestürzter Baum auf einem Gehweg. Noch während dieser Einsatz lief, machte sich ein Teil der Mannschaft mit unserem zweiten Fahrzeug auf dem Weg zu einer anderen Einsatzstelle mit umgestürztem Baum. Kurz vor Einsatzende an der ersten Einsatzstelle informierte uns der Fahrer eines Busses der Verkehrsbetriebe über einen Baum, welcher in der Bus-Wendeschleife liegen sollte. Dieser war recht schnell beseitigt, da es sich lediglich um einen kleinen Baum handelte, der sich mittels Muskelkraft auf eine Grünfläche ziehen ließ. Kaum an der Wache eingetroffen, ging es nun über zu einem überfluteten Keller im Nachbarstadtteil Überruhr-Holthausen. Als wir eintrafen, machte der Gewitterregen gerade eine Pause, so daß die Kanalisation ab da wieder größere Mengen aufnehmen konnte: so konnte auch das Wasser in dem Keller jetzt von selbst ablaufen. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wußten: das Gewitter war aus unserer Sicht weiter gezogen und es klarte sogar wieder auf. Anders hingegen sah nun im Nordwesten der Stadt die Lage aus - auch dort hatten inzwischen größere Regenmengen zahlreiche Keller vollaufen lassen. Zwischenzeitlich waren somit alle Freiwillige Feuerwehren Essens damit beschäftigt, über das gesamte Stadtgebiet verteilt Unwetterschäden zu beseitigen. Kurz bevor wir unsere Wache verlassen wollten, wurde unser Löschgruppenfahrzeug zu einer Einsatzstelle im Nordwesten hinzu gezogen. Zwar wurden wir auf der Anfahrt dorthin bereits wieder abbestellt, aber umgehend wurden wir in den nächsten Einsatz hinein gezogen. Nach etwa eineinhalb Stunden Hilfeleistung am anderen Ende der Stadt, konnten wir dann in die Heimat zurückkehren. Insgesamt hatte die Feuerwehr Essen 132 Einsätze abzuarbeiten. Zum Teil mußten Straßen komplett für den Verkehr gesperrt werden, darunter unter anderem die Stadtautobahnen A40 und A52, da Bäume oder dicke Äste die Fahrbahnen blockierten. Weitere Infos über die Gesamtsituation: Pressemappe Feuerwehr Essen - Unwetter 22.06.2008 (1) Pressemappe Feuerwehr Essen - Unwetter 22.06.2008 (2)