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Einsätze in 2020: 93
Prognose für 2020: 125

Freiwillige Feuerwehr unter Tage

Der Förderturm der Zeche Heinrich an der Langenberger Straße, Höhe Bahnhof Essen-Holthausen.

Am 13.03.09 ging es für unsere Wehrleute bergab und zwar bis zur sechsten Sohle der Zeche Heinrich. Schon lange beschäftigten sich einige Kameraden mit der Frage, warum sich die Räder am Förderturm an der Langenberger Str. jeden Tag immer mal wieder drehten. Kohle wird hier immerhin seit der Stilllegung im Jahre 1968 nicht mehr gefördert. Wer jetzt allerdings dachte, der Förderturm steht nur noch zur Zierde, wurde am Freitag eines besseren belehrt. Jeden Tag fahren Kumpels der RAG auf 325 Meter talwärts um unter Tage grosse Wasserleitungen und Pumpen zu warten. Auf Heinrich befindet sich die grösste Anlage zur Wasserhaltung im Ruhrgebiet. Weil alle Revierzechen untereinander verbunden sind, muss auf Heinrich ständig Wasser aus ca. 350m ans Tageslicht gepumpt werden. Weil Überruhr einige Meter höher als beispielsweise Oberhausen liegt, hätte unsere Nachbarstadt sonst ein kleines Wasserproblem (Quelle: www.essen.de

).

Vom eigentlichen Sinn der ehem. Zeche, der Kohleförderung, sieht man hier allerdings nicht mehr viel. Die früheren Flöze wurden alle verfüllt. Aus alten Zeiten waren lediglich noch die Schienen und ein paar alte Loren zu sehen. Einige Gleise führten scheinbar durch Wände, sog. Dämme, hindurch. Bei diesen betonierten Dämmen handelte es sich um ehem. Schächte die zwar nicht mehr kontrolliert, aber aus verschiedenen Gründen auch nicht verfüllt werden konnten. Deshalb hat man sie einfach mit einer Betonwand verschlossen. Alles in allem war der Besuch höchst interessant und mal eine gelungene Abwechslung. Für die freundliche Führung und die Ermöglichung der Besichtigung bedanken wir uns bei RAG.